Eine Geschichte von Jon Gordon und Damon West

Abraham ist ein typisch amerikanischer Teenager. Er spielt in der High School im Football Team. Er interessiert sich aber genauso für verschiedene Fächer. Zu seinen Lieblingslehrern zählt Mr. Jackson.

Enormer Stress

Eines Tages hatte Abe, wie sein Spitzname ist, keine gute Laune. Mr. Jackson bemerkte das und fragte Abe in seinem Büro, was los sei. Abe meinte, er hätte gerade ziemlich viel um die Ohren. Seine Eltern würden sich andauernd streiten und sogar das Thema Scheidung wurde schon in den Raum geworfen. Außerdem hätte er aufgrund der baldigen Abschlussprüfungen eine Menge Stress. Und zu guter Letzt stand auch das finale Football Spiel der Saison kurz bevor. Seine Mannschaft musste dieses Spiel gewinnen, sonst wäre die Meisterschaft verloren. Er hatte als einer der besten Spieler immer diesen Druck, nicht zu versagen. Beim letzten Spiel sitzen auch immer Talentsucher im Publikum, was den Druck nochmals erhöht.

Koch eine Karotte

Karotten im Topf
Karotten im Topf

Mr. Jackson hörte geduldig zu, als Abe seine Sorgen und Ängste schilderte und gab ihm als er endete, die folgende Aufgabe:

„Koche eine Karotte und sag mir morgen, was du gesehen hast.“

Abe war zwar etwas irritiert aufgrund dieser doch etwas seltsamen Aufgabe, doch er tat wie ihm geheißen und berichtete seinem Lehrer am folgenden Tag was er beobachten konnte. Die Karotte war weich geworden.
Mr. Jackson erkläre ihm: „Die Karotte ist nicht einfach so weich geworden, sondern durch den Einfluss des kochenden Wassers“. Die Karotte bist du und das kochende Wasser ist dein Umfeld bzw. deine Umgebung. Du wirst weich und schwach durch den Stress und die negativen Einwirkungen. Das kann jedem von uns jederzeit passieren. Aufzugeben und zu resignieren kann aber niemals die Lösung sein. Doch was ist dann die Alternative?

Koch ein Ei

Ein Ei
Ein Ei

Die nächste Aufgabe:

„Koch ein Ei und sag mir, was passiert ist“

Abe wusste die Antwort schon und sagte, dass das Ei in kochenden Wasser hart wird. Das kochende Wasser steht jetzt wieder für die stressigen Umstände. Für die negativen Nachrichten, die „Hass-Kommentare“ in den sozialen Medien. Überall wird man Negativität finden. Was jetzt aber passiert ist, ist dass man sich komplett abgeschottet, also ein „Herz aus Stein“ entwickelt hat (kaltherzig). Das kann aber auch nicht die Lösung sein. Denn wer seine Emotionalität auf die äußeren Umstände schiebt, begibt sich selbst in die Opferrolle und gibt damit die Macht und die Kontrolle über sein eigenes Leben freiwillig ab. 

Am Ende der zweiten Lektion hatte Abe gelernt, dass er weder die Karotte oder das Ei sein möchte. Aber wie der Titel der Geschichte ja schon verspricht, gibt es noch eine dritte Möglichkeit. 

Koch eine Kaffeebohne

Kaffeebohnen
Kaffeebohnen

Also gab Mr. Jackson Abe noch die dritte und letzte Aufgabe:

„Koch Kaffeebohnen und sag mir, was passiert ist.“

Am nächsten Tag berichtete Abe, dass er eine Stunde lang Kaffeebohnen gekocht hatte und es entstand, wie zu erwarten war, Kaffee. Der große Unterschied zwischen den beiden vorherigen Versuchen und dem jetzigen mit den Kaffeebohnen ist der Folgende:
Sowohl die Karotte als auch das Ei wurden durch ihre Umwelt (das kochende Wasser) verändert bzw. beeinflusst.

Die Kaffeebohne aber beeinflusste ihre Umgebung!

Eine Gruppe von Menschen unterhalten sich
Eine Gruppe von Menschen unterhalten sich

Diese Erkenntnis lässt sich auch auf Abe bzw. uns alle übertragen. Du kannst auch eine Kaffeebohne sein und die Umgebung und die Umstände um dich herum beeinflussen oder sogar ändern.

Nach dieser großartigen Inspiration von Mr. Jackson erzählte Abe die Geschichte all seinen Mitspielern in seinem Football Team. Also gingen sie alle motiviert und energiegeladen in das finale Meisterschaftsspiel und gewannen. Leider verletzte sich Abe schwer am Knie und musste trotz mehrerer Operationen seinen Traum vom Profi-Footballspieler aufgeben. Doch dank der Lektion von Mr. Jackson über die Kaffeebohne, verfiel er nicht in Depressionen, sondern nahm dieses Ereignis als Motivation. Er gründete einen „Coffee Bean Club“ in seiner High School. Die Nachricht der Kaffeebohne wurde immer weiter verbreitet und bereits am Ende des Schuljahres war die Atmosphäre in der gesamten High School positiv und angenehm. Es war nicht mehr cool negativ zu sein.

Fazit

Wir haben immer die Möglichkeit unsere Umwelt positiv zu beeinflussen. Ein Lächeln hier, ein Kompliment dort. Worte haben eine sehr große Macht. Sie können schwere seelische Verletzungen oder ungeahnte Motivation und Glücksgefühle verursachen. Also nutze die Macht deiner Worte doch lieber für die zweite, positive Variante. Wir haben jeden Tag die Möglichkeit, Menschen zu helfen, Liebe und Respekt zu verteilen oder einfach nur zuzuhören.

Sei eine Kaffeebohne ☕️

Quelle :